Kaninchen sind Gruppentiere - dieser Ratgeber geht von mindestens zwei Tieren aus.

Haustiere Kaninchen

Zwergkaninchen

Zwergkaninchen sind Kaninchen unter etwa zwei Kilogramm — kein eigenes Tier, sondern das untere Ende der Größenskala. Zwei Dinge werden regelmäßig unterschätzt: Sie brauchen genauso viel Platz wie große Rassen, und sie leben bei guter Haltung acht bis zwölf Jahre.

Klein heißt nicht anspruchslos

Der Platzbedarf eines Kaninchens ergibt sich aus seinem Bewegungsdrang, nicht aus der Körpergröße. Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz nennt für zwei Tiere mindestens 6 m² dauerhaft begehbare Fläche — ausdrücklich unabhängig von der Rasse. Ein handelsüblicher „Zwergkaninchenkäfig“ taugt allenfalls als Rückzugsort in einem größeren Gehege. Details unter Platzbedarf und Wohnungshaltung.

Auch am Sozialbedarf ändert die Größe nichts: Zwergkaninchen leben zu zweit oder gar nicht — wie jede andere Rasse. Wie eine Vergesellschaftung gelingt, steht im eigenen Beitrag.

Wie alt werden Zwergkaninchen?

Zwergrassen gehören zu den langlebigsten Hauskaninchen: Acht bis zwölf Jahre sind bei guter Haltung erreichbar. Wer ein Jungtier für Kinder anschafft, sollte wissen, dass das Tier voraussichtlich noch da ist, wenn die Kinder ausziehen. Was das Alter in Menschenjahren bedeutet, rechnet der Kaninchenalter-Rechner aus — nach Größenklasse, denn Zwerge altern langsamer als Riesen.

Typische Gesundheitsthemen kleiner Rassen

  • Zähne: Der gedrungene, kurze Kopf vieler Zwergrassen begünstigt Zahnfehlstellungen. Backenzahnkontrolle gehört zu jedem Praxistermin — siehe Zahnprobleme.
  • Schreckhaftigkeit: Kleine Tiere sind Beutetiere im Quadrat. Hochheben und Herumtragen sind Stress, kein Kuscheln — wie Vertrauen stattdessen entsteht, zeigt Kaninchen zähmen.
  • Gewicht: Bei einem 1,2-kg-Tier fällt jedes überzählige Leckerli stärker ins Gewicht. Die Basis bleibt Heu und Grünfutter — siehe Kaninchenfutter.

Die kleinen Rassen im Portrait