Kaninchen sind Gruppentiere - dieser Ratgeber geht von mindestens zwei Tieren aus.

Haustiere Kaninchen

Platz, Struktur und ein sicheres Zuhause

Kaninchen brauchen dauerhaft Platz, nicht nur eine Stunde Auslauf am Abend. Wie groß ein Gehege sein sollte, was hineingehört und worauf es drinnen wie draußen ankommt.

Kaninchen in einem Gehege

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Häufige Fragen

Wie viel Platz brauchen zwei Kaninchen?

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz nennt in ihrem Merkblatt Nr. 157 (Stand September 2019) für zwei Kaninchen bis 3 kg mindestens 6 m² Grundfläche, für jedes weitere Tier mindestens 20 Prozent mehr. Eine Seite sollte mindestens 2,4 Meter lang sein, damit die Tiere drei aufeinanderfolgende Hoppelschritte machen können. Entscheidend ist außerdem, dass die Fläche rund um die Uhr offensteht und nicht nur als Auslaufstunde am Abend.

Reicht ein Käfig aus dem Zoohandel?

Nein. Handelsübliche Kaninchenkäfige sind um ein Vielfaches zu klein und taugen allenfalls als Rückzugsort innerhalb eines größeren Geheges. Zu wenig Platz führt zu Übergewicht, Muskelabbau, wunden Sprunggelenken und Verhaltensstörungen wie Gitternagen.

Können Kaninchen ganzjährig draußen leben?

Ja, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Die Tiere sind an das Außenklima gewöhnt und ziehen nicht mitten im Winter um, die Schutzhütte ist trocken, zugfrei und gut eingestreut, und das Gehege ist gegen Fuchs, Marder und Greifvögel gesichert — inklusive Untergrabschutz und Abdeckung nach oben.

Was ist gefährlicher: Kälte oder Hitze?

Hitze. Kaninchen können nicht schwitzen und geben Wärme fast nur über die Ohren ab. Ab etwa 25 °C wird es unangenehm, deutlich darüber gefährlich. Ein an das Außenklima gewöhntes Tier kommt dagegen mit Frost gut zurecht, solange es trocken und zugfrei liegt.


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